Seniorenausflug Mai 2009

Der Maiausflug der Senioren im Jahr 2009 führte nach Jüterbog, Kloster Zinna und Luckenwalde. (Bilder vom Ausflug)

Nachdem der Bus den Stau des Berufsverkehrs hinter sich gelassen hatte, ging die Fahrt zunächst nach Jüterbog.

Bei der Stadtführung erfuhren wir , daß der Ort bereits 1174 die Stadtrechte erhielt und bis zum 30jährigen Krieg durch die Fernhandelsverbindung und unter der Herrschaft des Magdeburger Erzbischofs Wichmann zu großem Wohlstand kam. Nach dem Jüterbog zu Kursachsen gehörte, verlor es seine Bedeutung, die durch das Kriegselend des Siebenjährigen Krieges noch geringer wurde.
Das Rathaus wurde nicht nur für die Verwaltung und Gerichtsbarkeit sondern auch als Handelsplatz genutzt. Es wird durch eine Statue des Hl. Mauritius geziert, die der Landesherr Erzbischof Ernst von Magdeburg stiftete.
Die Marienkirche ist eine der ältesten Kirchen Brandenburgs und wurde 1280 an die Zisterzienserinnen übergeben. 1557 wurde sie zur evangelischen Pfarrkirche umgestaltet.
Die Nikolaikirche mit dem Doppelturm wurde erstmals 1307 erwähnt und vereint zwei Ausstattungsphasen unter einem Dach. Die erste Phase um 1340 ist in den Farben Rot, Grau und Weiß, die zweite Phase enthält bunte Formen sowie Kreuzblumen und Pflanzenornamente. Die Malereien in der Taufkapelle stellen Bilder aus dem Alten und Neuen Testament dar.

Kloster Zinna war das nächste Ziel. Vor der Besichtigung wurde das Mittagessen eingenommen und schon mal ein Klosterschnaps probiert.
Als Mutterkloster gilt das Zisterzienserkloster Altenberg bei Köln, das zunächst 12 Brüder und einen Abt entsandte. Die Gründung erfolgte 1170 in einem Sumpfgebiet der Nuthe. Die Mönche kultivierten das Gebiet durch Flußregulierungen, Bau von Wehren und Brunnenanlagen und die Entwässerung der Sümpfe. Durch Kriegszüge im Jahre 1179 wurde Jüterbog und das Kloster Zinna stark verwüstet und das Kloster konnte erst 1221 wieder aufgebaut werden. Es wurde nun unter den direkten Schutz des Papstes gestellt. Der Klosterbesitz wurde auf den Barnim ausgedehnt und im 15. und 16.Jahrhundert übten die askanischen Markgrafen eine Schutzherrschaft über das Kloster aus. 1553 wurde das Kloster säkularisiert und die Verwaltung unterstand einem Administrator in Magdeburg. Von dieser Zeit an hielten sich Markgrafen und Kurfürsten zu Vertragsabschlüssen im Kloster auf. Von 1648 bis 1665 war Kloster Zinna markgräfliche Residenz.

Die letzte Etappe war die Stadt Luckenwalde. Dort fand in der St. Joseph Kirche unsere Maiandacht mit Pfarrer Brandenburg statt und dann kehrten wir im Parkcafé ein und traten schließlich die Rückfahrt nach Berlin an.

Brigitte Welfonder

Di, 7.Jul 2009 · Gemeindeleben · Berichte · Senioren